Samstag, 22. Februar 2014

Die Rote Liste: Die Säbelantilope

Bildquelle: de.wikipedia.org ; Textquelle: Tierfreund 02/2014, Sailer Verlag

Wie sieht sie aus?
Die Säbelantilope gehört zu den Spießböcken (Oryxantilopen), wie diese Antilopen wegen ihrer langen, spitzen Hörner auch genannt werden. Im Unterschied zu den anderen Spießböcken sind ihre Hörner, die bis zu 130 cm lang werden können, in einem großen Schwung nach hinten gebogen. Bis auf den dunkleren Hals und den Flecken im Gesicht ist das Fell hellbeige, fast weiß. Die Hufe sind extra breit, um ein Einsinken im Wüstensand zu vermeiden.
Wo kommt sie vor?
Die Säbelantilope gib es nur noch in Schutzzonen und Zoos, in der Wildnis ist sie u.a. durch Wilderei komplett ausgestorben. Bis vor 30 Jahren gab es noch wenige wild lebende Exemplare in Nordafrika, vor allem in den Wüstengebieten und Steppenregionen des Kontinents.
Wie lebt sie?
Die Säbelantilope war ein echtes Wüstentier, sie brauchte also kein Wasser, sondern nahm es in der Nacht mit dem Tau der Pflanzen auf. Um überhaupt Futter zu finden, begab sie sich mit der Herde auf lange Wanderungen. Nach einer Tragzeit von neun Monaten bringt das Weibchen ein Kalb zur Welt, das bereits Hörnchen hat. Es wird in den ersten Tagen abgelegt und duckt sich bei Gefahr.
Warum ist sie gefährdet?
Die prächtigen Hörner waren bei Safarifreunden bis ins 20. Jahrhundert beliebte Trophäen. Einheimische Jäger und Wilderer konnten das Fell der Tiere für viel Geld verkaufen und damit ordentlich Gewinn machen. Zuletzt wurden sie sogar vom Auto oder Flugzeug aus gejagt. Im Tschad wurde deshalb schon in den 1970er Jahren ein Reservat eingerichtet, das nach politischen Unruhen aber wieder aufgelöst wurde. Mittlerweile gibt es nur noch in Zoos und Parks weltweit ungefähr 1 500 Säbelantilopen, zudem hält ein arabischer Privatmann 4 000 Tiere.
Was können wir tun?
Leider gar nichts. In Tunesien, Senegal und Marokko werden die Tiere in abgegrenzten und umzäunten Schutzzonen gehalten, um sie irgendwann wieder in die "echte" Freiheit zu entlassen. Ob das dann möglich ist, hängt von den politischen Verhältnissen in den jeweiligen Ländern ab. Zudem müsste Wilderei streng bestraft und verfolgt werden.
http://www.zoo-leipzig.de/tierlexikon/tier-details/tier/saebelantilope/

Hier findet ihr eine kleine Übersicht der Roten Liste.
Vivi

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen