Freitag, 14. März 2014

Die Rote Liste: Der Türkis-Zwerggecko

Bildquelle: vet-magazin.com ; Textquelle: Tierfreund 03/2014, Sailer Verlag
Wie sieht er aus?
Der Türkis-Zwerggecko wird auch als Himmelblauer Zwergtaggecko bezeichnet, da es sich hier um eine kleine, blau-grüne Geckoart handelt. Das tagaktive Tier wird bis zu 8 cm lang. Nur die Männchen haben die prächtige Farbtönung am Rücken und manchmal auch einen orangefarbenen Bauch. Das Weibchen ist unscheinbarer und ist mit seiner golden- bis olivgrünen Haut bestens getarnt. Beide haben am Kopf ein schwarzes Streifenmuster. An den Zehen und an der Unterseite der Schwanzspitze haben Geckos kleine Haftlamellen - ähnlich wie Saugnäpfe.
Wo kommt er vor?
Diese Gecko-Art lebt nur in einem einzigen Regenwald, dem Kimboza Forest im Osten Tansanias (Afrika). Dort bevorzugt sie eine spezielle Palmenart, den Schhraubenbaum. Auf einer Fläche von maximal acht Quadratkilometern sind alle in Freiheit lebenden Türkis-Zwerggeckos zu finden.
Wie lebt er?
Der Zwerggecko lebt auf den Stämmen und Blättern der stacheligen Palmen. Die Männchen überwachen jeweils ihr eigenes kleines Revier und lassen keine Rivalen zu. Wenn sie balzen, dann blasen sie sich auf und bewegen den Kopf ruckartig hin und her. Das Weibchen legt ein bis zwei Eier auf einmal in den Spalten der Rinde ab. Auf dem Speiseplan der Tiere stehen vor allem kleine Insekten. Bei Gefahr können sie ihren Schwanz abwerfen, um den Angreifer abzulenken.
Warum ist er gefährdet?
Obwohl der Kimboza Forest schon seit 1964 ein Naturreservat ist, wird dort Abholzung betrieben. Die größte Gefahr für diese Art sind aber Reptilien-Liebhaber, die so ein hübsches Tierchen besitzen wollen. In den letzten Jahren fielen deshalb zahlreiche Tiere der Wilderei zum Opfer. Viele Tiere sterben auf dem Weg in die Abnehmerländer. Seit 2004 hat sich der Bestand der Geckos in ihrem Lebensraum um ein Drittel reduziert.
Was können wir tun?
Wilderei ist die Hauptursache für das Aussterben dieser Art. Terrarien-Fans sollten - wenn überhaupt - nur Tiere aus nachweisbaren Züchtungen erwerben und halten. Die Regierung von Tansania muss künftig mehr auf den Schutz dieser Geckos achten und den illegalen Fang streng bestrafen.
www.zoo.ch/xml_1/internet/de/application/d1/d1970/d294/f1454.cfm?id=454

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