Montag, 19. Mai 2014

Die Rote Liste: Die Würfelnatter

Bildquelle: herpetofauna.at; Textquelle: Tierfreund 06/2014, Sailer Verlag
Wie sieht sie aus?
Der Name kommt von den quadratischen Flecken am Rücken und an den Seiten, die gemustert angeordnet sind.  Mit ihrer grauen, braunen und olivfarbenen Tönung sind sind die Tiere ideal getarnt. Weibliche Schlangen werden mit 150 cm wesentlich länger als Männchen, die normalerweise bis zu 80 cm lang sind. Ganz anders als bei anderen Arten sind die Augen der Nattern rund mit ebenfalls runden Pupillen. Die Zunge hat die typische Y-Form, wie es bei Schlangen üblich ist.
Wo kommt sie vor?
Die Würfelnatter bevorzugt sonnige Gegenden mit Bächen, Seen und Flüssen. In den Gewässern findet sie ausreichend Nahrung: Fische. Sie ist in Mittel-, Süd- und Südosteuropa und auch in Teilen Asiens heimisch. In Deutschland sind nur noch drei natürliche Populationen Rheinland-Pfalz bekannt. In der Schweiz sind Würfelnattern vor allem in Tessin daheim. Zudem gibt es aber noch Regionen, in denen Naturschützer diese Art wieder ansiedeln.
Wie lebt sie?
 Die Schlange lebt hauptsächlich im Wasser. An Land kommt sie nur, um sich vormittags zu sonnen oder um dort zu überwintern. Manchmal sieht man, dass sie größere Beutetiere an Land schleppt und dort verschlingt. Sie ernährt sich ausschließlich von Fischen. Wird sie selbst z.B. von einem Reiher bedroht, zischt die Würfelnatter wütend und verspritzt ein stinkendes Sekret. Im schlimmsten Fall stellt sie sich einfach tot.
Warum ist sie gefährdet?
Aufgrund von Flussbegradigungen, dem Bau von Staustufen und Straßen in Ufernähe und Gewässerverschmutzung finden die Schlangen kein geeignetes Revier, um zu überwintern und sich fortzupflanzen. Manchmal werden die Nattern auch von Schiffsschrauben verletzt oder aus Versehen von Anglern getötet. Aus Angst und Unwissenheit töten viele Menschen die harmlosen Schlangen aber auch.
Was können wir tun?
Betonierte und begradigte Ufer sollten den Tieren wieder ein natürliches Umfeld geben,  wozu Sträucher, Kräuter und Trockenrasenhänge mit Felsen oder Steinhaufen gehören. Kiesbänke laden dazu noch zum Sonnenbad ein.
www.karch.ch/karch/page-30326_de.html

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