Freitag, 1. August 2014

Die Rote Liste: Der Afrikanische Esel

Bildquelle: de.dreamstime.com ; Textquelle: Tierfreund 08/2014, Sailer Verlag
Wie sieht er aus?
Der Afrikanische Esel hat leichte Ähnlichkeiten mit seinem Vetter, dem Zebra, da seine Beine leichte Zebrastreifen zieren. Beide Arten gehören zur Familie der Pferde. Afrikanische Esel haben ein graubraunes, im Sommer ein rötliches Fell mit hellen Partien am Bauch un im Gesicht. Um die Nüstern herum ist das Fell fast schwarz. Zudem haben die meisten Esel dieser Art einen schwarzen Streifen, den Aalstrich, auf dem Rücken. Sie haben eine Schulterhöhe von bis zu 1,40 Metern. Die Ohren sind größer als die von Pferden und werden ca. 20 cm lang. Und: Unsere europäischen Hausesel stammen allesamt von diesem Wildesel ab. Die Ägypter haben ihn vor 6 000 Jahren zum Nutztier gezähmt. Damals trottete er noch in ganz Nordafrika herum.
Wo kommt er vor?
Der Afrikanische Esel lebt in Trockengebieten auf bis zu 2 000 Metern Höhe. Er hält Hitze von 50 Grad Celsius problemlos aus. Deshalb ist er in den kargsten Gegenden Nordafrikas zu finden. Heute leben höchstens 200 Tiere in Eritrea, Äthiopien und Somalia.
Wie lebt er?
Der Esel ist gesellig, ohne auf eine Herde angewiesen zu sein. Deshalb lebt er teils einzeln, teils in kleineren Gruppen. Der Esel enfernt sich bis zu 30 Kilometer von der nächsten Wasserstelle. Notfalls übersteht er auch mal eine Trockenzeit und einen Wasserverlust von 30 Prozent seines Körpergewichts.
Warum ist er gefährdet?
Die Esel wurden immer wieder während Hungersnöten gejagt, um sie zu essen. Außerdem glauben einige Menschen in Nordafrika noch heute, dass Eselsuppe gegen verschiedene Krankheiten hilft. Die Menschen haben auch Sorge, dass die Wildesel ihrem Vieh Wasser und Futter wegnehmen und jagen sich deshalbt. Und: Die Afrikanischen Esel können sich mit Hauseseln paaren, wehalb reinrassige Wildesel verschwinden. 
Was können wir tun?
In Abstimmung mit Hirten und Behörden sollen künftig die Wasser- und Futterversorgung der Esel gewährleistet werden. Außerdem wurden Forschungsprojekte angekurbelt, um die genauen Gründe für den Schwund der Esel zu erkunden und das Aussterben aufzuhalten.
http://www.markuskappeler.ch/tex/texs/afrikawildesel.html

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