Montag, 1. September 2014

Die Rote Liste: Die Seekuh

Bildquelle: welt.de ; Textquelle: Tierfreund 09/2014, Sailer Verlag
Wie sieht sie aus?
Seekühe sehen aus wie eine Kreuzung aus Wal und Robbe, obwohl sie in Wahrheit näher mit den Elefanten verwandt sind. Anstelle von Vorderbeinen haben sie zwei Flossen, die Hinterbeine sind komplett zurückgebildet. Dafür ist aus dem Schwanz im Laufe der Evolution ein breites, waagerechtes Paddel geworden. Je nach Art wird eine Seekuh 2,5 bis 4,5 Meter lang und kann bis zu 600 kg wiegen.
Wo kommt sie vor?
Es gibt zwei Seekuh-Familien, Manati und Dugong. Der Dugong ist an den Küsten des indischen Ozeans und im Westpazifik zu finden. Er hält sich nur im Salzwasser auf. Die Namen der drei Manati-Arten verraten auch ihren Lebensraum: Karibik-, Amazonas- und Afrikanischer Manati. Sie fühlen sich auch in Flüssen wohl, solange das Wasser schön warm ist. An der Küste Floridas leben mehrere Tausend Karibik-Manatis.
Wie lebt sie?
Seekühe sind Pflanzenfresser und um von dieser mageren Kost satt zu werden, müssen sie mindestens 100 kg Seegras und andere Pflanzen am Tag essen.  Im Gegensatz zu Robben verlassen Seekühe nie ihr Gewässer. Unter Wasser halten es die Säugetiere 16 Minuten aus und sie können schwimmend eine Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h erreichen. Sie leben in kleinen Familiengruppen oder alleine, manchmal auch in großen, lockeren Verbänden. Seekuhbabys bleiben nach der Geburt zwei bis drei Jahre bei der Mutter. In freier Wildbahn können sie bis zu 50 Jahre alt werden.
Warum ist sie gefährdet?
In einigen Regionen werden Seekühe immer noch wegen ihres Fleisches und ihres feinen Leders gejagt. Auch fürchten manche Fischer, sie würden ihnen den Fang aus den Netzen klauen und töten sie deshalb. Manchmal geraten sie auch in Fischernetze und ertrinken. Doch die größte Bedrohung geht von der Verunreinigung der Gewässer aus. Eine Gefahr sind auch Schiffsschrauben und Wasserkraftanlagen.
Was können wir tun?
Am Amazonas und in Afrika werden Schutzgebiete errichtet, in den USA Wasserkraftanlagen umgerüstet. Naturschutzorganisationen wie der WWF setzen sich für die Erhaltung tropischer Küsten- und Flusslandschaften ein.
www.markuskappeler.ch/tex/texs/afrikamanati2.html

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen