Dienstag, 2. Dezember 2014

Die Rote Liste: Der Baummarder

Bildquelle: dammerbergsee.de ; Textquelle: Tierfreund 12/2014, Sailer Verlag
Wie sieht er aus?
Der Baummarder hat große Ähnlichkeiten it dem Steinmarder. Allerdings hat das possierliche Raubtier keinen weißen "Latz" auf der Brust, sondern einen eher gelblichen großen Fleck. Seine Ohren weisen am Rand denselben Farbton auf. Die Nase ist schwarz und das Fell ist weich und dunkelbraun. Sein Körper kann bis zu 55 cm lang werden. Dazu kommt noch ein rund 30 cm langer behaarter Schwanz Die Beine des Baummarders sind kurz, seine Fußballen sind ebenfalls behaart.
Wo kommt er vor?
Der Baummarder fürchtet die Nähe des Menschen. Sein Lebensraum sind dichte, große Laub- und Mischwälder.
Wie lebt er?
Der Baummarder lebt, wie der Name schon sagt, auf Bäumen. Er kann bis zu vier Meter weit von Ast zu Ast springen. In verlassenen Kobeln von Eichhörnchen, Spechthölen oder anderen Baumhölen hat der Baummarder sein Nest. Er ist meist nachts aktiv und geht dann auf Nahrungssuche. Er isst vor allem Mäuse, Vögel und deren Brut, Eichhörnchen und Insekten. Im Herbst freut sich der Allesfresser auch über Früchte und Nüsse. Im Hochsommer ist Paarungszeit. Damit der Nachwuchs nicht im Winter zur Welt kommt, nutzt die Natur einen Trick: Die befruchtete Eizelle beginnnt erst am Ende des Winters im Mutterleib zu wachsen. So werden die Baummarder-Babys erst im April geboren.
Warum ist er gefährdet?
Der Baummarder leidet v.a unter der intensiven Forstwirtschaft. Seine Gefährdung ist deshalb regional unterschiedlich. Er steht nicht weltweit auf der Roten Liste, in Bayern dagegen schon. Wegen seines schönen Fells wurde der Marder schon immer gejagt. Noch heute ist der Abschuss ganzjährig dort erlaubt, wo er noch heute oft zu finden ist.
Was können wir tun?
Schonzeiten bei der Jagd sollten eingehalten werden. Außerdem ist es wichtig, Wälder nachhaltig zu bewirtschaften und nicht übermäßig abzuholzen.
www.waldwissen.net/wald/tiere/saeuger/wsl_baummarder
www.alpenzoo.at/de/saeugetiere/baummarder

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