Mittwoch, 7. Januar 2015

Die Rote Liste: Der Nordkaper

Bildquelle: kill-co2.de ; Textquelle: Tierfreund 01/2015, Sailer Verlag
Wie sieht er aus?
Zu dieser Gattung der Glattwale gehören drei Arten: Der Atlantische sowie Pazifische Nordkaper und der Südkaper. Sie wurden zuerst am Nordkap bei Norwegen von Seefahrern entdeckt, daher der Name. Sie werden durchschnittlich 15 Meter lang und 50-56 Tonnen schwer. Sie besitzen etwa zwei Meter lange Flipper, keine Rückenfinne und über zwei Meter lange Barten. Der riesige Kopf erwachsener Tiere wird von winzigen Krebsen bevölkert. Es sieht aus, als würden sie eine helle Mütze tragen. Sie sieht bei jedem Tier anders aus, so können Forscher sie auch unterscheiden.
Wo kommt er vor?
Nord- und Südkaper halten sich am liebsten in kalten Meeren auf. Nordkaper leben im Nordatlantik und im Nordpazifik. Südkaper leben auf der Südhalbkugel.
Wie lebt er?
Sie sind so schnell wie Sportschwimmer. Sie sind verspielt, springen gerne aus dem Wasser und fallen mit einem lauten Knall wieder hinein. Mittels ihrer Barten sieben sie kleine Fische und Krebse aus dem Wasser. Nur alle zwei bis drei Jahre kommt ein Kalb zur Welt. Die Tiere werden erst mit sechs bis neun Jahren geschlechtsreif.
Warum ist er gefährdet?
Wale wurden früher aufgrund ihres Fleisches und anderer wertvoller Rohstoffe stark bejagt. Vom Atlantischen Nordkaper gibt es nur noch 300 Exemplare, vom Pazifischen weniger als 1000. Der Nordkaper ist damit die seltenste Walart überhaupt. Der Bestand des Südkapers hat sich etwas erholt. Doch die Wale sind trotz Fangverbot gefährdet. Sie verheddern sich in Fischernetzen und stoßen mit Schiffen zusammen, da im Nordatlantik viel Schiffsverkehr herrscht.
Was können wir tun?
 Vor der amerikanischen Küste werden von Walforschern besondere Bojen eingesetzt. Sie registrieren  Walrufe und orten die Tiere für Frachter. Dazu gibt es eine Handy-App, die den Kapitänen die Wanderroute einzelner Wale zeigt. Die Schiffe können dann dementsprechend ausweichen.
www.wale.info/Atlantischer_Nordkaper

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